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Daily Link Icon Mittwoch, den 9. August 2006
Fledder

Book Cover So, nachdem ich unten damit angegeben habe — was sind denn meine »meist zerfledderten« O'Reilly-Bücher? Daraus sollte ich wirklich kein Geheimnis machen.

Wer meine Vorliebe für Frontier kennt, den wird es nicht wundern, daß Matt Neuburgs Frontier: The Definitive Guide das von mir am meisten benutzte Computerbuch überhaupt ist. Ich besitze davon zwei völlig zerlesene Exemplare, eines zu Hause und eines im Institut. Es spricht für die handwerkliche Qualität meines Lieblings-Verlages, daß trotz dieser Übernutzung die Bindung hält. Grins

Book Cover Prägend für meine Art, an Web-Applikationen heranzugehen,war Jon Udells Practical Internet Groupware. Er zeigt dort, wie man mit einer Handvoll Open-Source-Tools und einigen Glue-Scripten (in Perl) eine effiziente und sehr schöne Web-Applikation schreibt. Bis ins Detail vorgestellt wird die Anwendung, die er für das BYTE Magazine entwickelt hat: Eine Kombination von Groupware-Server, Diskussions-Plattform, Dokumenten-Management-System und CMS. Die Anwendung wurde zu »Vor-XML-Zeiten« geplant und enwickelt, Udell selber schreibt, daß er heute daher an der Architektur einiges anders machen würde, aber das Prinzip überzeugt und besticht. Auch hiervon besitze ich zwei völlig zerfledderte Exemplare...

Book Cover Last but not least ist Programming Python von Mark Lutz so etwas wie meine Bibel der Python-Programmierung. Das Buch ist ab der zweiten Auflage nicht mehr für Anfänger geeignet, dieser Teil wurde in ein eigenes Buch ausgelagert. Doch auch wenn ich die Entscheidung bedauert habe, die Schwarte ist über 1.250 Seiten fett, da paßte das Anfänger-Tutorial vermutlich wirklich nicht mehr hinein. Ansonsten behandelt Mark Lutz hier wirklich alles, was man über Python wissen muß und das auf eine witzige und kurzweilige Art. Die erste Auflage habe ich im Büro deponiert, die zweite Auflage des Wälzers liegt immer ständig griffbereit neben meinem Schreibtisch zu Hause.

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Ich habe gelesen: The flickr Way

Book Cover Cal Henderson, der Autor von Building Scalable Web Sites ist im Hauptberuf bei Yahoo! angestelllt und dort Engineering Manager für flickr. Und diese Praxisnähe zieht sich durch das ganze Buch. Ob er die Architektur einer Web-Applikation durchgeht, die er mit einer geschichteten Süßspeise vergleicht, ob er die Hardware-Plattformen behandelt oder ein Plädoyer für eine vernünftige Entwicklungsumgebung hält: Überall merkt man, daß der Autor weiß, wovon er redet. So nimmt dann auch die Internationalisierung und Lokalisierung ebenso wie die Behandlung von Email in Web-Applikationen einen breiten Raum ein, beides Stolpersteine und Sicherheitsrisiken, speziell für PHP. Da wird dann das Thema Sicherheit in einem eigenen Kapitel behandelt, wobei auch auf die Gefahr von SQL Injection Attacks (weiß jemand, wie man dies »korrekt« auf Deutsch übersetzt?) eingegangen wird. Die erste Hälfte des Buches, die Web-Applikationen im Allgemeinen behandelt, endet mit einer Vorstellung der Remote Services, über die so eine Anwendung betrieben werden kann.

Dann geht es in Medias Res. Es wird gezeigt, wie man Flaschenhälse identifiziert, welche Möglichkeiten der Skalierung es gibt und wie man seine Anwendungen überwacht und protokolliert. Hier werden Dinge erklärt und Tools vorgestellt, von denen ich bisher keine Ahnung hatte, die mir aber als ungemein nützlich und sinnvoll erscheinen. Bis ins kleinste Detail erfährt man, wie man Server-Überlastungen vermeidet oder was zu tun ist, wenn man doch einmal geslashdotted wird. Das alles hätte ich gebrauchen können, als ich noch mit den ständigen Ausfällen meines Zope-Serverchens kämpfte.

Das letzte Kapitel fällt etwas aus dem Rahmen. Hier geht es um APIs, die noch einmal ausführlich erklärt werden. Das Kapitel ist gut, so habe ich zum Beispiel selten eine so kenntnisreiche Ausführung über die Geschichte von RSS (Icon Icon Icon) und Atom (Icon Icon Icon) gelesen, aber meiner Meinung nach hätte es eher in die Umgebung des Remote Services-Kapitel gehört.

Doch das ist nur Kosmetik. Denn wirklich vorwerfen kann man dem Buch eigentlich nur, daß es erst jetzt erschienen ist. Ich — und ich glaube viele andere auch — hätten es schon viel früher benötigt. Es ist ein Muß für jeden, der eine einigermaßen frequentierte Site betreibt und hat die Chance, in die Liste meiner meist zerfledderten O'Reilly-Bücher aufzusteigen.

Man at Work

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Daily Link Icon Dienstag, den 1. August 2006
Happy Birthday, OPML-Editor

A picture named opml.gif Heute vor einem Jahr hatte ich mir zu Testzwecken auch so ein Dave-Winer-Lookalike-Weblog zugelegt. Obwohl das Teil eigentlich ein ziemlich nettes Spielzeug ist, bin ich dann doch bei meinem selbstgestrickten Tool geblieben. Einmal, weil ich nicht herausbekommen habe,wie man den voreingestellten Server umbiegen kann und wie man den Sync-Mechanismus von XML-RPC auf (S)FTP umstellt, zum anderen aber auch, weil ich bei meinem eigenen Frontier-Tool (Icon Icon Icon) die Richtung der Entwicklung selber bestimme. Und zum dritten schließlich, weil die Leute auf Frontierkernel.org unheimlich nett und hilfsbereit sind. Muß schließlich auch einmal gesagt werden. Grins

Aber der OPML-Editor (Icon Icon Icon) ist auch ein schönes Spielzeug. Wer ein Werkzeug abseits des Mainstream sucht, weil sie zum Beispiel das Editieren im Browser leid ist, sollte durchaus mal mehr als einen Blick riskieren. Und wenn sie dann herausbekommen hat, wie man den Server umbiegt, möge sie mir bitte Bescheid geben.

Und weil noch so wenige einen Outliner als Editor nutzen, erkläre ich dieses zum »Google des Tages«.

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